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Wie man einen erfolgreichen Online-Lebensmittellieferdienst aufbaut - Der Start

Updated: Mar 19

Verbraucher, Restaurants und Großabnehmer haben sich an die Möglichkeit gewöhnt, Lebensmittel online zu bestellen und sich beliefern zu lassen. Wo früher Angebote per Excel-Liste oder pdf verschickt wurden und Bestellungen per Telefon und E-Mail eingingen, kann heute im Online-Shop und per App bestellt werden.

Die neuen technischen Möglichkeiten haben nicht nur viele Abläufe optimiert, ihre Nutzung ist aufgrund des aktuellen Personalmangels nicht nur in der Lebensmittelbranche überlebenswichtig geworden.

Wenn man einen eigenen Lieferdienst aufbauen möchte oder seinen bestehenden Betrieb digitalisieren will, müssen etliche Dinge beachtet werden. Hier wollen wir uns im ersten Schritt damit beschäftigen, was man braucht, um einen eigenen Shop aufzusetzen und Lebensmittel auszuliefern. Wir gehen auf Themen ein, die unabhängig davon sind, ob man selbst oder mit einem Logistikpartner ausliefert, ob man Produzent ist oder Lieferdienst, Hofladen oder Großhändler. Wir werden auch auf typische Fehler eingehen, die am Anfang oft gemacht werden und beschreiben wie man diese vermeiden kann.





Zielgruppe definieren


Bevor man mit dem Aufbau eines Lebensmittellieferdienstes beginnt ist es wichtig, seine Zielgruppe zu definieren. Überlegen Sie sich, welche Kundengruppen Sie ansprechen möchten, wie Sie diese erreichen und welche Bedürfnisse sie haben. Eine klare Kundenansprache von Anfang an wird Ihnen im Marketing vieles erleichtern und Ihnen helfen sich von Ihren Wettbewerbern abzuheben.

Typischer Fehler: ungenaue Kundenansprache, seien Sie nicht der “Shop für Alles”. Ihre Kunden wollen wissen, wofür Sie stehen, was Sie vom Wettbewerber unterscheidet und warum Sie bei Ihnen bestellen sollen.

Tip: Will man dennoch unterschiedliche Kundengruppen mit verschiedenen Sortimenten und Preisen bedienen, zum Beispiel Privat- und Firmenkunden mit unterschiedlichen Mindestbestellwerten, Verkaufseinheiten und Preisen, kann man mit Muli:Tech leicht 2 Shops aufsetzen, mit unterschiedlichen oder gleichen Produkten und einer anderen Kundenansprache, die mit der integrierten Warenwirtschaft verbunden sind und in einem Liefer- und Packprozess verarbeitet werden. Das Management der Shops erfolgt aus einem einheitlichen Backend, sodass kein Mehraufwand entsteht.

Lieferdienst aufbauen Software Mulitech - Geschäftsplan erstellen


Geschäftsplan erstellen und Sortiment festlegen


Anschließend sollten Sie einen Geschäftsplan erstellen, der Ihre Zielsetzung, Ihre Produkte, Ihre Preise und Ihre Liefermethoden umfasst. Wenn man eigene Ressourcen für die Auslieferung hat, ist es am Anfang sehr hilfreich für den späteren Erfolg, die Auslieferung mit eigenem Personal durchzuführen. So lernen Sie die ersten Kunden kennen und können direkt Feedback erhalten, was Sie noch verbessern können und welche Produkte sich Ihre Kunden wünschen.


Für den Start ist es wichtig ein Sortiment zu definieren, welches ausreichend aber auf keinen Fall zu groß ist. In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage der Verkaufseinheiten. Bedenken Sie, dass kleine Verkaufseinheiten die Kosten der Kommissionierung signifikant erhöhen. Hier gilt es ein gutes Mittelmaß zwischen den Wünschen der Kunden und den wirtschaftlichen Erwägungen zu treffen.


Typischer Fehler: am Anfang wird mit einem zu großen Sortiment gestartet. Das führt zu hohen Anfangsinvestitionen, Lagerhaltungskosten und einem hohen Schwund durch verdorbene Ware. Lernen Sie erst Ihre Kunden kennen, schauen wie das Sortiment ankommt und sprechen Sie vor allem mit den Kunden, was diese sich wünschen. Das Sortiment kann man dann nach und nach anhand der Kundenwünsche ausbauen. Es empfiehlt sich am Anfang auch, mit maximal einer Verkaufseinheit je Produkt zu starten. Je unterschiedlicher die Einheiten und Sorten, desto komplizierter und fehleranfälliger wird der Packprozess. Das Sortiment sollte erst erweitert werden, wenn die Kommissionierstraße, das Picking und die Qualitätskontrolle überwiegend fehlerfrei funktioniert. Hier gilt ein Wert von unter 5% Kundenbeschwerden als guter Indikator.


Tip: Testen Sie? Wenn der Plan für Ihren Lieferdienst steht, testen Sie diesen am besten bevor die ersten größeren Investitionen getätigt werden. Ein Muli:Tech Shop kann innhalb von 1-2 Wochen aufgesetzt werden und es können Bestellungen entgegen genommen werden. Wo früher eine Agentur den Shop aufgesetzt hat, mühsam eine Warenwirtschaft und ein Kundenmanagement angebunden werden musste, bevor überhaupt die erste Bestellung getätigt werden konnte, lässt sich Muli:Tech ohne hohe Anfangsinvestitionen und Vertragsbindung unkompliziert aufsetzen.


Lassen Sie als erstes Freunde und Bekannte bestellen und testen den kompletten digitalen Prozess. Danach laden Sie die ersten echten Kunden ein, den Shop zu testen und die ersten Bestellungen zu tätigen. Während Sie die ersten eingehenden Bestellungen bearbeiten und Kunden beliefern, sammeln Sie wichtige Erfahrungen, bevor Sie richtig starten. Sie lernen wie lange es dauert eine Bestellung zu packen, wie viele Bestellungen Sie mit welchem Personalaufwand bewältigen können, wie lange die Auslieferung dauert und wie viele Kunden mit vorhandenen Kapazitäten überhaupt beliefert werden können. Gegebenenfalls passen Sie aufgrund der gemachten Erfahrungen Ihren Plan und Ihre Kostenkalkulation an. Tätigen Sie größere Investitionen wie Lager, Ausstattung, Mitarbeiter erst, nachdem Sie Ihre Idee mit echten Kunden getestet haben und die ersten Lieferungen tatsächlich ausgeliefert haben. Sprechen Sie mit Ihren ersten Kunden. Diese werden Ihnen wertvolle Informationen geben, was sie sich wünschen und wie Sie deren Bedürfnisse am besten bedienen können.


Sobald Sie erste Erkenntnisse aus der Testphase haben, passen Sie Ihren Geschäftsplan an. In der Testphase sollten folgende wichtige Kennzahlen ermittelt werden:

  • wie lange dauert die Kommissionierung einer Bestellung und wie viel Personal brauche ich dafür bzw. was kostet das Packen einer Bestellung

  • wie lange dauert die Auslieferung einer Bestellung

  • wie viel Geld muss ich in Werbung investieren, um einen Neukunden zu gewinnen


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Liefergebiet definieren


Definieren Sie ein Liefergebiet, in dem Sie starten wollen Ihre Kunden zu beliefern. Gibt es eventuell schon bestehende Kunden? In welchem Gebiet liegen die meisten Ihrer Bestandskunden oder wo gibt es viele potentielle Kunden, die Sie ansprechen können? Können Sie eventuell mit Abholstationen arbeiten, über die Sie Kunden beliefern können?


Typischer Fehler: Oft wird am Anfang das Liefergebiet zu groß gewählt, da man so viele Kunden wie möglich ansprechen möchte. Beachten Sie, dass bei der Auslieferung, ob Sie selbst liefern oder ein Logistik-Partner das für Sie übernimmt, die Stopdichte der entscheidende Faktor für die Profitabilität Ihres Lieferdienstes ist. Je länger ein Fahrer von Stop zu Stop braucht, desto weniger verdienen Sie an einer Lieferung. Das gilt besonders für Lieferdienste oder Direktvermarkter, die an Endkunden liefern, welche einen niedrigere Warenkorbgröße haben als wenn Sie zum Beispiel Restaurants oder andere stationäre Händler beliefern.


Tip: Starten Sie in der Testphase mit einem möglichst kleinen Liefergebiet und erweitern Sie dieses nicht zu schnell. Legen Sie nicht zu viele Liefertage fest und definieren Sie die Lieferzeitfenster am Anfang nicht zu knapp. Mit MULI können Sie sehr einfach neue Postleitzahlen und Lieferfenster hinzufügen oder wieder abschalten, Liefertage verschieben oder aussetzen. Sie können Ihre Kunden über solche Änderungen direkt aus dem System aus informieren.

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